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Worüber spricht man, wenn JUNG und Architektur in einem Satz aufeinandertreffen? Über Farbe, Form und Architektur. Materialität, Stil und Begegnung. Aber auch über Nachhaltigkeit und Fragestellungen innerhalb des täglichen Baugeschehens – zwischen Planern, Architekten, Bauherren, Partnern und Interessierten. Die JUNG Architekturgespräche sind kein Format nur für Experten. Die regelmäßige Veranstaltungsreihe steht für rege Diskussion und Netzwerk zu pulsierenden Themen der Architektur in angenehmer Atmosphäre. In der nationalen als auch internationalen Architekturszene ist der aktuelle Dialog mittlerweile zu einem festen Bestandteil der internationalen Baukultur avanciert. Unsere Diskussionsreihe hat das Bestreben, den fachlichen Dialog an eine Vielzahl der Teilnehmer heranzutragen, denen virulente Themen des baukulturellen Alltags ein Anliegen sind. Nun möchten wir die Architekturgespräche für Euch hörbar machen, egal wo, egal wann … Wir, das sind Dijane Slavic, Nicole Heptner und Wiebke Becker. Bei JUNG sind wir für die nationale und internationale Architekturkommunikation zuständig, und wer weiß, vielleicht sind wir uns ja bereits persönlich bei den JUNG Architekturgesprächen begegnet.
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Was ist heute eigentlich die Aufgabe von Architektinnen und Architekten? Reicht es aus, gute Gebäude zu entwerfen – oder beginnt Architektur längst dort, wo unterschiedliche Interessen, Ressourcen und gesellschaftliche Entwicklungen zusammenkommen? Für Patrick Stremler von DTFLR hat sich das Berufsbild in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Architektur versteht er nicht als Produkt, sondern als Verantwortung – gegenüber dem Ort, den Menschen und der Zeit. Im Gespräch mit Dijane Slavic und Dr. Uwe Bresan im JUNG Talk Podcast geht es deshalb nicht nur um Holzbau, Kreislaufwirtschaft oder Digitalisierung. Es geht um die Frage, welche Aufgaben die Architektur künftig übernehmen muss und ob sich die Branche heute mit den richtigen Themen beschäftigt. Warum sprechen wir über einzelne Materialien, wenn ganze Stoffkreisläufe neu gedacht werden müssen? Wie viel Standardisierung braucht gutes Bauen? Und welche Rolle spielen digitale Werkzeuge, wenn Gebäude so geplant werden sollen, dass sie auch in Jahrzehnten noch angepasst, zerlegt und weiterverwendet werden können? Zeit für einen Blick auf die Zukunftsaufgaben der Architektur.
Krankenhäuser, Forschungszentren oder Bildungseinrichtungen gelten häufig als hochfunktionale Spezialbauten. Für Joel Hahn und Hubert Juranek vom Architekturbüro Telluride sind sie jedoch weit mehr als das. Sie verstehen diese Gebäude als gesellschaftliche Infrastruktur, als Orte, an denen Heilung, Bildung, Forschung und Begegnung überhaupt erst möglich werden. Dabei interessiert Telluride weniger das spektakuläre Einzelobjekt als die Frage, welche Verantwortung Architektur hierfür trägt. Warum darf Gestaltung keine Frage des Budgets sein? Weshalb verstehen sie sich eher als Coaches ihrer Bauherren denn als klassische Entwurfsautoren? Warum entstehen gute Gebäude häufig erst durch produktiven Widerspruch? Und weshalb beginnt Architektur für sie dort, wo man hinter die eigentliche Aufgabenstellung schaut? Über diese und weitere Fragen sprechen wir heute mit Joel Hahn und Hubert Juranek im JUNG Talk Podcast.
Athens is a city full of contradictions. Planned and chaotic at the same time. Monumental and improvised. Historically layered and constantly transforming. It is exactly between these opposites that the master thesis Brave New Axis by Spyridon Loukidis, Markos Georgios Sakellion and Georgios Thalassinos from the National Technical University of Athens unfolds. The three architects received the prestigious EUmies Young Talent Award 2025 for their work — one of the most important European awards for emerging architects, presented during the Venice Biennale. Their project begins with a nearly forgotten historical axis running through the center of Athens. But instead of understanding the city as a rigid geometric order, they reinterpret Athens as a network of relationships, fragments, atmospheres and public spaces. Their work moves somewhere between urban design, architectural theory, collage, political vision and spatial storytelling. The drawings recall Archigram, Superstudio and radical architectural visions — while simultaneously addressing very real issues such as public space, housing, urban voids and the future of European city centers. Today, we talk with them about Athens, urban fragments, new strategies for European cities and why architecture today may be less about objects and more about relationships.
Der Name klingt beinahe beiläufig: „Hell und freundlich“. Doch hinter dem Kölner Büro steckt weit mehr als klassisches Interior Design. Seit über 20 Jahren entwickelt das Team Arbeitswelten, die die Unternehmenskultur sichtbar machen sollen – lange bevor Möbel ausgesucht oder Farben definiert werden. Denn für sie beginnen die entscheidenden Fragen oft schon vor dem Mietvertrag: Wie arbeiten Menschen eigentlich zusammen? Warum kommen sie noch ins Büro? Und wie entstehen Räume, die Identifikation schaffen statt Austauschbarkeit? Ob historische Industriehallen, denkmalgeschützte Bestandsgebäude oder komplexe Unternehmensstrukturen – hell und freundlich versteht Innenarchitektur nicht als Oberflächengestaltung, sondern als strategisches Werkzeug zwischen Atmosphäre, Kommunikation und Organisation. In dieser Podcast-Episode sprechen wir mit Patricius Schalkwijk und Teresa Senft über die Zukunft des Büros, Phase 0, „Beamtenmuff“, die Psychologie privater Bauherren und darüber, warum gute Räume heute vor allem eines können müssen: Menschen zusammenbringen.
„Nicht alles, was trendy erscheint, altert gut.“ Kaum ein Satz beschreibt die Haltung von Sergei Tchoban besser. Seine Architektur denkt in Zeiträumen statt in Trends: Sie ist präzise, materialbewusst und geprägt von einem tiefen Interesse daran, wie Gebäude Teil einer Stadt werden – und es bleiben können. Im JUNG Talk Podcast sprechen wir mit Sergei Tchoban über nachhaltiges Bauen zwischen Holz, Bestand und Ressourcenschonung, über Materialien, die altern dürfen, und über die Frage, warum Dauerhaftigkeit heute vielleicht radikaler ist als permanente Neuerfindung. Es geht um Architektur als Weiterbauen, um Leichtigkeit und Atmosphäre, um das Verhältnis von Bestand und Gegenwart sowie um Gebäude, die mehr sein wollen als nur kurzfristige Bilder. Außerdem sprechen wir über das Museum für Architekturzeichnung, die Handskizze als Denkwerkzeug und die Veränderung des architektonischen Entwerfens im Zeitalter von KI.
Jan Kampshoff betrachtet Architektur nicht als abgeschlossenes Objekt, sondern als offenen Prozess. Mit seinem Büro modulorbeat bewegt er sich seit vielen Jahren zwischen Architektur, Kunst, Stadtforschung und kultureller Praxis. Ob Freihaus MS, temporäre Interventionen im öffentlichen Raum, Zwischennutzungen, Installationen oder experimentelle Lehrformate – es geht immer um die Frage, wie Räume Austausch ermöglichen, Konflikte sichtbar machen und gesellschaftliche Transformation begleiten können. Auch in der Lehre sucht er nach offenen, kollaborativen und experimentellen Formaten jenseits der klassischen Architekturlehre. Im JUNG Talk Podcast sprechen wir heute mit Jan Kampshoff über Verhandlungsräume, temporäre Architektur, kollektive Prozesse, die Schönheit des Unfertigen und die Frage, ob die Welt vielleicht längst gebaut ist.
Für KO/OK beginnt Architektur nicht mit einem Bild, sondern mit Material, Konstruktion und Nutzung. Seit der Gründung im Jahr 2016 arbeiten Fabian Onneken und Jan Keinath zwischen Leipzig und Tübingen an Projekten, die nicht laut, sondern wirksam sein wollen – im Alltag, im Bestand und im öffentlichen Raum. Ihre Architektur entsteht aus dem Handwerk, dem genauen Blick auf Materialität und der Frage, wie Gebäude altern, genutzt und verändert werden können. KO/OK interessiert weniger der Ausnahmefall als das, was tragfähig ist: räumlich, wirtschaftlich und gesellschaftlich. Gebäude sollen sich aneignen lassen, Wandel zulassen und im besten Fall über Generationen Bestand haben. 2026 wird das Büro zehn Jahre alt – ein guter Moment, um innezuhalten und die eigene Haltung neu zu definieren. Was das konkret bedeutet, warum eine Kegelbahn zum Schlüsselprojekt wurde und weshalb Wirtschaftlichkeit für KO/OK kein Widerspruch zur Gestaltung ist, darüber sprechen wir heute mit Jan Keinath und Fabian Onneken in unserem Podcast.
Ralf Petersen gehört zu den Architekten, die ihre Architektur nicht aus einer formalen Handschrift heraus entwickeln, sondern aus einer präzisen Auseinandersetzung mit Ort, Aufgabe und Kontext. „Architektur ist unheimlich komplex – vieles hängt mit allem zusammen“, sagt er. Daraus ergibt sich seine Haltung: Case by Case, ohne Wiederholung, ohne bevorzugtes Material, ohne Stilzwang. Für ihn sind Grundriss, Schnitt und der Zwischenraum entscheidend, denn dort entstehen Beziehungen und Atmosphären. Seine Projekte werden weitergebaut statt ersetzt, transformiert statt gelöscht – Umbaukultur als Haltung. An der HFT Stuttgart versteht er Lehre als einen Prozess, der durch Offenheit, Praxisnähe und interdisziplinelles Denken lebt. In Venedig wiederum hat er mit dem Salon Verde einen Ort ins Leben gerufen, der Gespräche, Workshops und eine kleine Winterschool verbindet. Ein guter Zeitpunkt für einen Besuch bei Wiebke Becker und Anna Otto-Sebeczek im JUNG Talk Podcast.
Architektur entsteht nicht im luftleeren Raum. Sie prägt Städte, Regionen, Identität – und bleibt doch oft unsichtbar im öffentlichen Diskurs. Jürgen Grossmann, Architekt und Projektentwickler aus Kehl, will das ändern. Mit dem Badischen Architekturpreis (badap) hat er einen Wettbewerb initiiert, der Architektur bewusst aus der Fachblase holt: mit Publikumsvoting, hochkarätiger Jury, großer Gala – und international bekannten Preisträgern wie Richard Meier, Philippe Starck oder Tadao Ando. Was treibt jemanden an, privat einen Architekturpreis zu gründen? Welche Rolle spielt Öffentlichkeit für Baukultur? Und kann ein regionaler Preis tatsächlich etwas bewegen? Neben dem Badischen Architekturpreis sprechen wir heute im JUNG Talk Podcast über die unternehmerische Haltung hinter der Grossmann Group, über die Verbindung von Architektur, Innenarchitektur und Projektentwicklung – und über das Weiterbauen im Bestand am Beispiel des Erlenbad Resorts in Sasbach.
Robert Neuendorf entwirft Räume, die sich weigern, leise zu sein. Räume, die Farbe bekennen – im wörtlichen wie im übertragenen Sinn. Während öffentliche Räume zunehmend monochrom werden, setzt er auf Kontrast, Übertreibung und die Freude an der Form. Nicht aus Provokation, sondern aus Überzeugung. Für ihn ist Interior Design keine Stilfrage, sondern eine Haltung. „Form follows fun“ ist für ihn kein Slogan, sondern ein Arbeitsprinzip und ein Gegenentwurf zum normierten White-Cube-Denken, das sich längst von den Galerien in die Städte, Läden und Alltagsräume ausgebreitet hat. Seine Arbeiten – vom Club über Gastronomie bis zum urbanen Raum – sind laut, bunt und manchmal unbequem. Sie schaffen Identität, Wiedererkennung und Gemeinschaft und stellen die Frage, warum wir uns eigentlich so sehr an Zurückhaltung gewöhnt haben. In dieser Folge vom JUNG Talk sprechen wir mit Robert Neuendorf über Mut zur Farbe, Brutalismus, Memphis und darüber, warum Räume nie fertig sind.
Architekt/-innen entwerfen Formen, Räume und Atmosphären. Doch was passiert, wenn das Entwerfen nicht mehr bei der Linie beginnt, sondern bei Regeln, Algorithmen und Systemen? Wenn nicht mehr alles gezeichnet, sondern berechnet, simuliert und generiert wird? Simon Vorhammer bewegt sich seit vielen Jahren genau in diesem Spannungsfeld zwischen Architektur, Ingenieurwesen und digitaler Fertigung sowie zwischen deterministischen Entwurfssystemen und den neuen Möglichkeiten künstlicher Intelligenz. Als Architekt, Computational Designer, Lehrender und Mitgründer verschiedener interdisziplinärer Kollaborationen arbeitet er an der Schnittstelle von Gestaltung, Technologie und neuen Entwurfsprozessen. Seine Projekte entstehen in unterschiedlichen Maßstäben – vom Gebäude bis hin zum Schmuckstück – und immer dort, wo klassische Entwurfslogiken an ihre Grenzen stoßen. Im JUNG Talk Podcast sprechen wir mit Simon Vorhammer über die Frage, wie wir mit digitalen Werkzeugen präziser und vielleicht auch einfacher bauen können, sowie über die Zukunft eines Berufsbildes, das sich zwischen Handwerk und systemischem Denken neu verorten muss.
Alexander Pötzsch ist Architekt und seit September 2025 Präsident des Bundes Deutscher Architektinnen und Architekten (BDA). Er steht für einen BDA, der sich einmischt: in gesellschaftliche Debatten, in politische Prozesse und in die Frage, was Baukultur heute leisten kann – und leisten muss. Geprägt von der Erfahrung, dass Architektur nicht nur gebaut, sondern auch verhandelt, vermittelt und verteidigt werden muss, betrachtet er den BDA nicht als reine Interessenvertretung, sondern als Wertegemeinschaft. Für ihn ist Architektur nicht nur Beruf, sondern auch Ausdruck von Haltung. In einer Zeit, in der demokratische Aushandlungsprozesse unter Druck geraten, fordert er mehr Einmischung, mehr Zuspitzung und mehr Mut zur Position. Wir sprechen mit ihm im JUNG Talk Podcast darüber, wie Baukultur politisch wirksam werden kann, warum Kommunikation für den Berufsstand entscheidend ist und welche Verantwortung Architekt/-innen jenseits des einzelnen Projekts tragen.
Martin Rein-Cano ist Landschaftsarchitekt, Denker und Grenzgänger. Als Gründer des Büros Topotek 1 arbeitet er wie ein Regisseur des Öffentlichen: zwischen Architektur und Landschaft, zwischen Bühne und Alltag. Das Büro denkt in Szenen und Sequenzen und übersetzt soziale und kulturelle Themen in räumliche Dramaturgien – mal laut, mal leise, aber immer mit Haltung und Humor. Es gestaltet öffentliche Räume, die Konflikte nicht glätten, sondern sichtbar machen. Ihre Projekte sind gebaute Übersetzungen gesellschaftlicher Energien: Orte, die Reibung zulassen, Geschichten aufnehmen und Identität neu verhandeln. Martin spricht mit uns im JUNG Talk Podcast über das Missverständnis als Methode, über Hybridität und Übersetzung sowie über Schönheit, die erst durch Irritation entsteht. Aber auch darüber, warum Perfektion Stillstand bedeutet und weshalb Nachhaltigkeit keine Frage des Materials, sondern des Programms, der Aktivierung und der Zeit ist.
Wie verändert sich Architektur, wenn Verantwortung geteilt wird – im Entwerfen, im Bauen, im Büro selbst? Sauerbruch Hutton gehört seit Jahren zu den prägenden Stimmen einer Architektur, die Haltung mit Offenheit verbindet. Nachhaltigkeit ist für sie kein Add-on, sondern Teil einer gelebten Kultur – sichtbar in ihrem Umgang mit Material, Farbe und Kontext, aber auch in der Art, wie sie Prozesse und Strukturen denken. Sibylle Bornefeld, Partnerin im Berliner Büro von Sauerbruch Hutton, spricht in der neuen Folge des JUNG Talk Podcast mit uns über den Wandel einer Disziplin: das Bauen mit Holz als Werkzeug einer neuen Baukultur, die Chancen kooperativer Modelle wie der integrierten Projektabwicklung und die Auswirkungen, wenn ein Büro seine eigene Organisation neu erfindet, um gemeinsam weiterzudenken. Ein Gespräch über Vertrauen, Verantwortung und darüber, warum nachhaltiges Bauen nicht beim Material beginnt, sondern bei der Haltung.
Fabian Freytag zählt zu den spannendsten Stimmen des zeitgenössischen Interior Designs: furchtlos, verspielt und radikal eigen. Seine Räume sind keine Kompositionen aus Regeln, sondern aus Mut, Emotion und Geschichten, die sich jeder zeitlichen Einordnung entziehen. Wie entsteht Wohnen, das sich der zeitlichen Zuordnung entzieht und trotzdem voller Gegenwart steckt? Welches Feld eröffnet sich hier für tiefe Erzählungen, individuelle Logiken und das Erforschen dessen, was Menschen in ihren Räumen wirklich brauchen? Welche Rolle spielen Patina, Vintage und die Freude am Unperfekten und warum enthält der entschiedene Mix oft mehr Wahrheit als perfekte Ordnung? Darüber sprechen wir heute im JUNG Talk Podcast mit Fabian Freytag: über Räume, die leben, überraschen und berühren, und darüber, warum man manchmal einfach „dem weißen Hasen folgen“ sollte. Und natürlich über die KI, die für ihn kein Feind ist, sondern ein kreativer Urknall, der das Design in neue ästhetische Sphären katapultiert.
Aufgewachsen und ausgebildet in Japan, geprägt vom Studium in an der Kunstakademie in Düsseldorf und den Jahren im Architekturbüro in Stuttgart, bewegt sich Kazu Ito zwischen zwei Welten – und übersetzt diese in eine eigene Architektursprache. Seine Gebäude sind keine Solitäre, sondern Räume der Begegnung: offen, durchlässig und von feinen Übergängen zwischen Innen und Außen geprägt. Bei Studio Ito entstehen vor allem Bauten für die Öffentlichkeit: Schulen, Kindergärten und vielleicht auch irgendwann ein Rathaus. Es sind Bauten, die Teil des Alltags werden und Orte schaffen, an denen Menschen zusammenkommen. Dabei versteht Ito seine Rolle als Zuhörer und Vermittler. Er sucht im Prozess den gemeinsamen Weg statt der lauten Geste. Im JUNG Talks Podcast sprechen wir mit Kazu Ito über das Bauen für die Gemeinschaft, über die Balance zwischen kultureller Offenheit und planerischer Präzision und darüber, warum gute Architektur nicht auf Wirkung, sondern auf Beziehung abzielt.
Zwei Architekten, zwei Büros – und ein gemeinsames Verständnis davon, was Architektur sein kann. Haltung, Handwerk und Verantwortung. Roger Boltshauser aus Zürich und Axel Frühauf von meck architekten in München verbindet eine persönliche Bekanntschaft sowie eine berufliche Nähe. Beide suchen nach einer Architektur, die sich aus dem Material und dem Ort entwickelt und nicht der Mode folgt. Am Matthäus-Areal in Frankfurt haben sie erstmals gemeinsam entworfen: eine neue Kirche und ein Hochhaus auf einem Grundstück. Die beiden scheinbar gegensätzlichen Bauaufgaben haben sie zu einem Dialog über Stadt und Spiritualität, Dichte und Maßstab, Neubeginn und Wiederverwendung gemacht. Wir sprechen heute im JUNG Talk Podcast mit Axel Frühauf und Roger Boltshauser über ihre Zusammenarbeit, die Unterschiede und Schnittmengen ihrer Arbeitsweisen, um Bürokratie Wettbewerbsverfahren, Baukultur und Vertrauen. Und darum, warum es heute nicht genügt, nur nachhaltig zu bauen, sondern auch sinnlich, präzise und mit Haltung.
Courageous in form, sensual in concrete and precise in process, Belgian architect Magalie Munters designs buildings like sculptures. Her architecture feels fluid and almost bodily, yet remains technically exacting. At the heart of her work lies a fascination with the interplay between classical clarity and innovative experimentation, craft and technology, and emotion and logic. Combining digital design tools with an artisanal understanding of materials enables her to take an all-encompassing approach, where structure, atmosphere and technology form one seamless whole. For Munters, it's not just about building efficiently; it's also about letting technology create beauty and poetry. Her search for a new way of building unites rigour and softness, rationality and sensuality, thereby reinventing what architecture can be. In this episode of the JUNG Talk Podcast, we speak with Magalie Munters about her sculptural approach to design, the philosophy behind her Soft Brutalism, the tension between craft and technology, and why true innovation often begins where rules are broken.
Seit 20 Jahren entwerfen Silvia Schellenberg-Thaut und Sebastian Thaut vom Atelier ST Architektur, die bleibt. Nicht laut, nicht modisch – sondern präzise, sinnlich und mit Haltung. Ihre Häuser und Räume entstehen aus dem Respekt vor dem Bestehenden und der Lust am Weiterdenken: zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Material und Idee, Struktur und Gefühl. In einer Zeit, in der die Branche immer stärker von Nachhaltigkeit, Zirkularität und KI spricht, fragen sie sich: Verlieren wir dabei nicht die Architektur selbst? Für sie beginnt Nachhaltigkeit nicht beim Recyclingkonzept, sondern beim Raum. Beim Licht, bei der Atmosphäre, bei der Struktur, die Generationen trägt. Sie stehen für eine Architektur, die Verantwortung übernimmt – ohne ihre Sinnlichkeit zu verlieren. Im JUNG Talk Podcast erzählen Silvia Schellenberg-Thaut und Sebastian Thaut, warum sie den klassischen Wettbewerb hinter sich gelassen haben, warum Haltung oft bedeutet, Nein zu sagen, und warum sie sich mit ihrem eigenen Hotelprojekt gerade „neue Welten“ erschließen – mutig, neugierig, unternehmerisch.
Architektur ist nicht nur das Bauen von Häusern – sie kann auch eine Brücke sein zwischen Disziplinen, sie kann Wissen sichtbar machen und Antworten auf die Krisen unserer Zeit suchen. Genau das haben Carolina von Hammerstein und Vera Kellmann getan. Die beiden Absolventinnen von der TU Berlin wurden für ihre Masterarbeit Forest & Phoenix mit dem renommierten EUmies Awards Young Talent 2025 ausgezeichnet – einem der wichtigsten europäischen Preise für Nachwuchsarchitekt/-innen, verliehen im Rahmen der Biennale in Venedig. In ihrem Projekt entwickeln sie hybride Infrastrukturen für die Waldbrandvorsorge in Brandenburg – und denken ein geplantes Kompetenzzentrum neu: nicht als isolierten Bau, sondern als dezentrales Netzwerk, das Wissenschaft, Feuerwehr, Forstwirtschaft und die Öffentlichkeit miteinander verbindet. Wir sprechen heute in unserem Podcast mit Carolina von Hammerstein und Vera Kellmann über ihre Arbeit, die Rolle von Architektur in Zeiten der Klimakrise, über kollektives Wissen, Partizipation – und über die Frage, was junge Architekt/-innen heute antreibt und wohin sie die Zukunft führt.
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Observed September 20, 2026.
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